Christian Hütt / Selbstverantwortung und psychische Gesundheit

Sie können Christian Hütt für folgende Leistungen buchen:

Schulung
Vorträge
Suchtprävention in Schulen und Betrieben

Schulung von Mitabeitern

 

In Meinem ersten Leben beutete ICH MICH aus, im zweiten zahlE ICH alles mit zinsen zurück.

Vom Saulus zum Paulus

Heute kennt man mich als Experten für psychische Gesundheit und als Suchttherapeut. Und das bin ich nicht ohne Grund: ich wanderte selbst schon durch ein finsteres Tal. Stürzte. Und kämpfte mich in ein völlig gegensätzliches, für mich komplett neuesLeben.
Das Wörtchen ‚eigentlich‘, das ausdrückt, dass man das eine will, aber das andere tut, kenn ich nur zu gut von meinen Klienten. Aber auch ich hatte es im petto: Eigentlich wollte ich nach meiner Ausbildung zum Versicherungskaufmann meine Kollegen konzernintern weiterbilden. „Das war mein Masterplan“. Der Wunsch meines Vaters aber war es, dass ich eines Tages seine Firma für Münzspielautomaten übernehme. Mein Vater hat sieben Tage die Woche gearbeitet. Trotz des Wohlstandes, für den er damit sorgte, hab ich mich dagegen entschieden. Vorerst. „Dieses Kneipenleben, dat willste nich“ war meine Devise.

Schuld

Mein Vater war schwer erkrankt und hat mich gefragt: Willst du jetzt in die Firma kommen? Ich hab wirklich lange im Kopfkino gesessen, um eine Antwort zu finden.Im Oktober ‘95 habe ich mich entschieden. Ich hab zugestimmt. Mein Vater starb. Ich übernahm die Verantwortung für die Firma und ihre Mitarbeiter. Es waren Schuldgefühle, die mich zu dieser Entscheidung geführt haben. Das weiß ich heute. Doch damals beugte ich mich dem moralischen Druck und schritt in den Fußstapfen meines Vaters. Sieben Tage die Woche.
Und Geschäftskontakte mit Kneipiers pflegt man üblicherweise nicht bei einem nachmittäglichen Tässchen Kaffee. In der Zeit habe ich ein exzessives Leben geführt. Damit kompensierte ich einen Beruf , den ich niemals wollte.

dickes Ende

Inzwischen waren elf Jahre vergangen, die ich sehr erfolgreich in der Glücksspielbranche zubrachte. Dann passierte folgendes: irgendwann hatte ich einen Kundentermin, war ziemlich verärgert und genervt von der Kundin, stieg ins Auto und plötzlich verkrampfte sich alles in meiner Brust –ich dachte ich hätte einen Herzinfarkt. Ich bin in die Firma gefahren und meine liebe Frau Schulz begrüßte mich damit, dass ich ziemlich scheiße aussehen würde. Sie drängte mich, zum Arzt zu gehen. Dieselbe Begrüßung dort. Dann nichts mehr – alles wurde schwarz um mich und ich klappte zusammen.

Independence Day

Aufgwacht bin ich mit Infusionen im Arm, Elektroden am Körper und völlig verkabelt“. Diagnose: Panikattacke. Der Grund dahinter: starker Alkoholmissbrauch und die Abhängigkeit von Kokain. Für mich der Schlag mit der Holzlatte der mich richtig wachgerüttelt hat, etwas zu verändern. Rückblickend, war es das Beste, was mir passieren konnte und ab gings für mich in die Therapie. Das war hart, das tat weh – ich bin durchs Tal der Tränen gegangen. 2006 hab ich mein altes Leben hinter mir gelassen und mein neues hat begonnen. Das war mein ganz persönlicher Independence Day.

auf den Weg bringen

Als einer der besten im Land schloss ich die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie ab, hab eine suchttherapeutische Ausbildung und eine ganze Menge Weiterbildungen rund um die menschliche Psyche absolviert und unterstütze nun andere Menschen dabei, ihren eigentlichen Weg zu gehen. Ich bin feste davon überzeugt, dass es immer eine realistische Chance gibt, sein Leben grundlegend zu verändern.
Und: ich bin heute einer der gefratesten Experten in Sachen Suchtprävention – insbesondere in der Glücksspielsucht. Tja, so kann es gehen.

Sichtweisen ändern

Ich selbst achte jetzt schon sehr auf mich, gönne mir Pausen und beschäftige mich intensiv mit mir selbst. Wandern, Laufen, Kochen und Fitnesstraining sind heute mein gesunder Ausgleich.
Meine positive Lebenseinstellung bleibt niemandem verborgen. Die erreiche ich , indem ich Probleme nicht mehr leugne, sondern indem ich eine andere Haltung einnehme. Und dazu bring ich auch meine Klienten. So mache ich aus ‚Ja-Aberern‘ ‚Warum-nichter‘ und führe Menschen in ihre ureigene Selbstverantwortung. Eine andere Sichtweise oder ein anderes Verhalten, setzt Veränderungen in Gang. Dazu reicht es manchmal schon aus, Kleinigkeiten zu verändern, Routinen. Denn ‚eigentlich‘ kann man alles.