„Was können wir tun, um unsere Kinder vor Sucht zu bewahren?“, das ist die mit Abstand häufigste Frage, die wir bei unseren Lesungen, Vorträgen, Workshops und Vorstellungen gestellt bekommen. Die traurige Wahrheit ist: Es gibt keine einfache Antwort. Denn jedes Kind ist anders, hat verschiedene Bedürfnisse und braucht andere Ansätze. Eins aber ist gewiss: Tabu und Verbot sind nicht der Weg. Rauschmittel als solche sind nicht (alleinige) Ursache für eine Sucht, sondern viel tiefer Liegendes: ein Mangel an Selbstwertgefühl, kommunikative Schwierigkeiten, Defizite in der Ausbildung von Urvertrauen, Trauma, zu viel oder zu wenig Anerkennung, Überforderung, angestaute Aggression, Depressionen und viel mehr.

Um Kinder vor Sucht zu bewahren, müssen wir ihnen Kompetenz und Stärke vermitteln. Sie über Rauschmittel und stoffungebundene Abhängigkeiten aufklären, Nach- wie auch Vorteile benennen, und sie zu Menschen voller Wissen und Selbstliebe großziehen, damit sie vernünftige Entscheidungen fällen.

Um Eltern und Pädagogen bei diesem Vorhaben zu unterstützen, veranstaltet die F. Foundation einen Workshop-Tag „Starke Jugend – starke Zukunft“ in Ihrer Schule auf Wunsch. Zielgruppe sind Jungen und Mädchen, sowie junge Frauen und Männer im Alter von 13 bis 21 Jahren.

*Folgendes Programm könnten wir in Ihrer Schule ausführen.

Toximan, alias Wolfgang Sosnowski (Theater, bis zu 300 Teilnehmer)

Als ehemaliger Polytoxikomane (= Süchtiger mehrerer Substanzen) ging er durch alle Phasen der Abhängigkeit bis hin zur Psychose. Heute lebt er seit 25 Jahren vollkommen drogenfrei und widmet sich mit allem Herzblut der Suchtprävention und Aufklärung Jugendlicher über Drogenkonsum aller Art. Mit seinem Theaterstück – entwickelt zusammen mit einer Göttinger Theatergruppe – besucht er landesweit Schulen und spielt sich selbst: In den Höhen des Rausches, den Qualen des Entzugs, ohne Effekte und immer echt. TOXIMAN erhebt den Finger nicht moralisch, er legt sie mitten in die Wunde – in seine eigene und somit in Herz und Hirn aller Zuschauer.

Werde Pilot in deinem Leben – Mathias Wald (Vortrag, bis zu 300 Teilnehmer)

Sucht hat immer eine Geschichte und Mathias Wald erzählt seine bewegende Lebensgeschichte ohne erhobenen Zeigefinger.
Mathias Wald ist nicht nur ein Redner, sondern ein Motivator. Mit einer unglaublichen Geschichte mit gutem Ausgang gibt er Hoffnung und möchte jungen Menschen so ein ähnliches Erlebnis ersparen. Weiter möchte er durch seine Erfahrungen aufzeigen, welche Auswirkungen der Konsum von Drogen auf den Menschen haben kann! Er arbeitet heute als Filmemacher, Fotograf und Vortragsredner mit einem eigenem Studio in Fulda. Vom Leben im Rausch und vom Rausch des Lebens erzählt Mathias Wald seinen Zuhörern eindrucksvoll und in bildreicher Sprache.

Seine Botschaft: Man kann sich sein „Lebenspaket“ nicht immer aussuchen aber man kann sich für das Lebenskonzept „Glücklichsein“ bewusst  entscheiden. Jeder ist der Pilot in seinem eigenen Leben. Man ist nicht der Passagier und sitzt hinten drin. Man sitzt im Cockpit.

Stimm(ungs)training – Bärbel Römer (Snoozlekreis, bis zu 20 Teilnehmer)

Stimme und unser Wohlbefinden hängen untrennbar miteinander zusammen. Der Klang deiner Stimme, die Art wie du sprichst, entscheidet darüber, ob du gehört wirst, ob dich dein Gegenüber sympathisch findet, dir vertraut. Du zeigst mit deiner Stimme mehr, als dir oftmals lieb ist. Du offenbarst deine Psyche, wie du dich fühlst, ob du fröhlich oder traurig, unsicher oder verärgert bist. Entdecke den Klang deiner Stimme und arbeite mit Stimmtrainerin Bärbel Römer an dem, was „nicht stimmig“ ist.

Digital Total (Vortrag zur Internet- und Videospielsucht, bis zu 300 Teilnehmer)

„Killerspieler“, „Smombie“, „Serienjunkie“ – diese Begriffe stehen für die Ambivalenz unserer Gesellschaft gegenüber dem digitalen Zeitalter, und für die schwelende Angst vor dem Kontrollverlust. Nur durch einen offenen Dialog – ohne Glorifizierung oder Tabuisierung – kann die Gesellschaft, Medienmacher wie -nutzer, Politik und Wissenschaft, Eltern und Kinder, die Frage beantworten, wie wir die Medien in unser Leben einbinden können, ohne ihnen unser Leben zu übergeben. Redner: Laslo Pribnow, 13 Jahre süchtig.

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Auf der Straße (Snoozlekreis – Vortrag in Sitzecke, bis zu 30 Teilnehmer)

„Penner“, das ist ein Schimpfwort. „Penner“, das sind Menschen, die auf der Straße leben. Sie besitzen nichts, in der Wahrnehmung der meisten Menschen tun sie nichts. Sie sind nichts, urteilen viele Leute hart und ungerecht. Das Leben auf der Straße ist hart., Hier gelten andere Gesetze, der Kampf ums Überleben bricht einen langsam, aber sicher. Ich habe es aus einem bayerischen Dorf nach ganz unten geschafft. Ich war lange obdachlos – bis ich eines Tages entschied, dass ich, obwohl ich nichts mehr besaß, doch noch eine ganze Menge zu verlieren habe: mein Leben. Ich habe gekämpft, heute bin ich trocken, clean, habe eine Wohnung und machte Suchtprävention. Wen meine Geschichte interessiert, dem erzähle ich sie gerne. Redner: Udo Biesewski, Mitwirkender bei verschiedenen Obdachloseninitiativen, Obdachlosenzeitungen und Selbsthilfegruppen, Suchthelfer

Lotsen, Marc Zahn (Snoozlekreis, Diskussionsrunde mit Jugendlichen in Sitzecke mit bis zu 40 Teilnehmern)

Eine Geschichte von 20 Jahren Sucht nach Cannabis, Speed, Ecstasy, Kokain und Crystal Meth. Eine Geschichte der Überwindung, der Liebe zum Leben, der Familie. Eine Geschichte von Werten, Stärken und Mut. Marc Zahn ist heute Moderator in Selbsthilfegruppen für junge Süchtige, sowie Vorstandsmitglied des FöSu e.V., welcher das Lotsenprojekt in der JVA Gießen organisiert. .Mit den Jugendlichen will er über den Wunsch nach Zugehörigkeit sprechen, und über Ängste, die jeder hat. Er teilt seine Erfahrung und gibt Tipps, wie man die Grenze zwischen Suche und Sucht selbstsicher balanciert.

Rock deine Dämonen (Vortrag mit Heavy Metal Coach Rainer Biesinger, bis zu 300 Teilnehmer)

Jeder Mensch hat seine ganz persönliche, prägende Sucht, die seinen Blick auf das Wesentliche einschränkt und ihn auf Dauer unterdrückt. Du brauchst Mut, um dich aus deiner, sehr oft fremdbestimmten Lethargie herauszureißen und dein Leben konsequent anzupacken. Egal, ob du nun ein Suchtthema hast, ob du es wahrhaben willst oder auch nicht. Denn für ein besseres Leben ist es nie zu spät.

Resilienz (Workshop)

Der Alltag fordert uns viel ab: jeden Tag sind vielfältige Aufgaben zu meistern, wir müssen mit Druck, Konflikten, Misserfolgen und Niederlagen fertig werden. Um mit unseren Krisen gut umgehen zu können, sollten wir uns selbst akzeptieren, unsere Stärken und Schwächen kennen und für unsere Zukunft einen gesunden Optimismus entwickeln. In diesem Kurzworkshop erarbeiten wir ein Bild von uns „Sowie ich bin, bin ich okay“ und wer oder was kann mich unterstützen, um gut aus der Krise zu kommen.
Coach und Trainerin: Ilona Vogel

Wer zuletzt lacht – vom Problemkind zum Erfolgsmensch (Vortrag)

Ob Apple-Erfinder Steve Jobs, Model Jeremy Meeks, Star-Sängerin Beth Ditto oder Schauspieler Benno Fürmann – eins haben sie alle gemeinsam: Als Jugendliche und/oder junge Erwachsene waren sie voller Probleme und eher Außenseiter, einsam, echte Trouble Maker. Doch sie verstanden es, ihr Leid in Chancen zu wandeln und hatten so später viel Erfolg. Auch unserer Vortragsrednerin Sonja Vukovic ging es ähnlich: als Kind war sie dick und Mobbingopfer, als Jugendliche oft traurig und 13 Jahre essgestört. Heute ist sie Bestsellerautorin, glücklich verheiratet, sie hat eine Tochter und gilt als strahlende Sonnenscheinpersönlichkeit, die man häufig zu Talksendungen einlädt. Wie es dazu kam, erzählt sie den Teilnehmern – und erklärt, wie so eine Verwandlung jedem gelingen kann.

*Auswertung: Wir planen Material und Ressourcen ein, um Nachbesprechungen in den Schulen und Organisationen durchführen zu können, die an dem Workshoptag „Starke Jugend – starke Zukunft“ teilgenommen haben.

*Wir planen Kooperation mit Suchthilfe- und anderen Präventionseinrichtungen.