18. Oktober 2018, im „Laluz“ Berlin
(Eintritt nach Anmeldung unter event@f-foundation.org – oder per Kasse vor Ort)

++++++++Es sind weiter Anmeldungen möglich! Anmeldefristverlängerung bis 17. Oktober ++++++++

„Was können wir tun, um unsere Kinder vor Sucht zu bewahren?“, das ist die mit Abstand häufigste Frage, die wir bei unseren Lesungen, Vorträgen, Workshops und Vorstellungen gestellt bekommen. Die traurige Wahrheit ist: Es gibt keine einfache Antwort. Denn jedes Kind ist anders, hat verschiedene Bedürfnisse und braucht andere Ansätze. Eins aber ist gewiss: Tabu und Verbot sind nicht der Weg. Rauschmittel als solche sind nicht (alleinige) Ursache für eine Sucht, sondern viel tiefer Liegendes: ein Mangel an Selbstwertgefühl, kommunikative Schwierigkeiten, Defizite in der Ausbildung von Urvertrauen, Trauma, zu viel oder zu wenig Anerkennung, Überforderung, angestaute Aggression, Depressionen und viel mehr.

Um Kinder vor Sucht zu bewahren, müssen wir ihnen Kompetenz und Stärke vermitteln. Sie über Rauschmittel und stoffungebundene Abhängigkeiten aufklären, Nach- wie auch Vorteile benennen, und sie zu Menschen voller Wissen und Selbstliebe großziehen, damit sie vernünftige Entscheidungen fällen.

Um Eltern und Pädagogen bei diesem Vorhaben zu unterstützen, veranstaltet die F. Foundation unter der Schirmherrschaft von Volker Beck am 18. Oktober 2018 einen Workshop-Tag „Starke Jugend – starke Zukunft“ in Berlin. Zielgruppe sind Jungen und Mädchen, sowie junge Frauen und Männer im Alter von 13 bis 21 Jahren (in Begleitung ihrer Lehrer, Vereinstrainer, Sozialpädagogen oder sonstigen Lehr- und Erziehungspersonen), auch Eltern, Menschen aus sozialen Berufen und andere Interessierte sind herzlich eingeladen!

*Eingeladen sind Vereine, Schulen, OSZ, Jugend- und Suchthilfeeinrichtungen – und alle Interessierten!!! Anmeldung unter event@f-foundation.org. Kasse auch am 18. Oktober vor Ort.

Bitte wenden Sie sich via Mail an uns, damit wir Sie auf die Anmeldeliste setzen.

*Folgendes Programm ist am 18. Oktober 2018 geplant.

Bitte über das Formular Ihre Programmauswahl ankreuzen oder die Anzahl von mehreren Personen angeben, die an den EINZELNEN Programmpunkten teilhaben wollen (z.B 5 Schüler wollen zum Theaterstück, 5 Schülerinnen zum Sportworkshop usw. Uns ist wichtig, dass jede/r Teilnehmer/In sein/Ihr passendes Angebot findet):

1. Toximan, alias Wolfgang Sosnowski (Theater, bis zu 300 Teilnehmer)

Als ehemaliger Polytoxikomane (= Süchtiger mehrerer Substanzen) ging er durch alle Phasen der Abhängigkeit bis hin zur Psychose. Heute lebt er seit 25 Jahren vollkommen drogenfrei und widmet sich mit allem Herzblut der Suchtprävention und Aufklärung Jugendlicher über Drogenkonsum aller Art. Mit seinem Theaterstück – entwickelt zusammen mit einer Göttinger Theatergruppe – besucht er landesweit Schulen und spielt sich selbst: In den Höhen des Rausches, den Qualen des Entzugs, ohne Effekte und immer echt. TOXIMAN erhebt den Finger nicht moralisch, er legt sie mitten in die Wunde – in seine eigene und somit in Herz und Hirn aller Zuschauer.

2. Mut zum Selbstbewusstsein (Sporttraining, bis zu 60 Teilnehmer)

Jeder wurde schon einmal Opfer von Unterdrückung, sei es durch körperliche oder psychischer Gewalt. In unseren Programmen lernst du aus der Rolle des Opfers herauszutreten und zu sehen, dass es anders geht. Lerne Grenzen zu setzen, diese zu verteidigen und gestalte deinen Alltag damit ein Stück sicherer. Trainer: Can Aktürk von VESQ Berlin.

3. SELBSTverletzt? (Workshop, bis zu 50 Teilnehmer)

Alkohol, Rauchen, mehr von sich zeigen, als man will – womit tust du dir selbst weh, um anderen zu gefallen? Oder wo überschreitest du eigene Grenzen, um bei anderen mitzuhalten oder beliebt zu sein?
„Borderline“ heißt „Grenzerfahrung“. Was dahinter steckt, und wo genau selbstverletzendes Verhalten eigentlich schon anfängt, darüber erzählen zwei unserer Trainer – und sie üben mit den Teilnehmern Verhalten in Situationen, in denen man cool und ganz bei sich bleiben muss. Trainer: Samara Vinzens, 24 Jahre, deutsch – pakistanisch, studiert soziale Arbeit in Berlin. Katrin Zeddies, 37 Jahre, deutsch, arbeitet in Berlin als Psychologin.

4. Werde Pilot in deinem Leben – Mathias Wald (Vortrag, bis zu 300 Teilnehmer)

Sucht hat immer eine Geschichte und Mathias Wald erzählt seine bewegende Lebensgeschichte ohne erhobenen Zeigefinger.
Mathias Wald ist nicht nur ein Redner, sondern ein Motivator. Mit einer unglaublichen Geschichte mit gutem Ausgang gibt er Hoffnung und möchte jungen Menschen so ein ähnliches Erlebnis ersparen. Weiter möchte er durch seine Erfahrungen aufzeigen, welche Auswirkungen der Konsum von Drogen auf den Menschen haben kann! Er arbeitet heute als Filmemacher, Fotograf und Vortragsredner mit einem eigenem Studio in Fulda. Vom Leben im Rausch und vom Rausch des Lebens erzählt Mathias Wald seinen Zuhörern eindrucksvoll und in bildreicher Sprache.

Seine Botschaft: Man kann sich sein „Lebenspaket“ nicht immer aussuchen aber man kann sich für das Lebenskonzept „Glücklichsein“ bewusst  entscheiden. Jeder ist der Pilot in seinem eigenen Leben. Man ist nicht der Passagier und sitzt hinten drin. Man sitzt im Cockpit.

5. Stimm(ungs)training – Bärbel Römer (Snoozlekreis, bis zu 20 Teilnehmer)

Stimme und unser Wohlbefinden hängen untrennbar miteinander zusammen. Der Klang deiner Stimme, die Art wie du sprichst, entscheidet darüber, ob du gehört wirst, ob dich dein Gegenüber sympathisch findet, dir vertraut. Du zeigst mit deiner Stimme mehr, als dir oftmals lieb ist. Du offenbarst deine Psyche, wie du dich fühlst, ob du fröhlich oder traurig, unsicher oder verärgert bist. Entdecke den Klang deiner Stimme und arbeite mit Stimmtrainerin Bärbel Römer an dem, was „nicht stimmig“ ist.

6. Digital Total (Vortrag zur Internet- und Videospielsucht, bis zu 300 Teilnehmer)

„Killerspieler“, „Smombie“, „Serienjunkie“ – diese Begriffe stehen für die Ambivalenz unserer Gesellschaft gegenüber dem digitalen Zeitalter, und für die schwelende Angst vor dem Kontrollverlust. Nur durch einen offenen Dialog – ohne Glorifizierung oder Tabuisierung – kann die Gesellschaft, Medienmacher wie -nutzer, Politik und Wissenschaft, Eltern und Kinder, die Frage beantworten, wie wir die Medien in unser Leben einbinden können, ohne ihnen unser Leben zu übergeben. Redner: Laslo Pribnow, 13 Jahre süchtig.

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7. Auf der Straße (Snoozlekreis – Vortrag in Sitzecke, bis zu 30 Teilnehmer)

„Penner“, das ist ein Schimpfwort. „Penner“, das sind Menschen, die auf der Straße leben. Sie besitzen nichts, in der Wahrnehmung der meisten Menschen tun sie nichts. Sie sind nichts, urteilen viele Leute hart und ungerecht. Das Leben auf der Straße ist hart., Hier gelten andere Gesetze, der Kampf ums Überleben bricht einen langsam, aber sicher. Ich habe es aus einem bayerischen Dorf nach ganz unten geschafft. Ich war lange obdachlos – bis ich eines Tages entschied, dass ich, obwohl ich nichts mehr besaß, doch noch eine ganze Menge zu verlieren habe: mein Leben. Ich habe gekämpft, heute bin ich trocken, clean, habe eine Wohnung und machte Suchtprävention. Wen meine Geschichte interessiert, dem erzähle ich sie gerne. Redner: Udo Biesewski, Mitwirkender bei verschiedenen Obdachloseninitiativen, Obdachlosenzeitungen und Selbsthilfegruppen, Suchthelfer

8. Lotsen, Marc Zahn (Snoozlekreis, Diskussionsrunde mit Jugendlichen in Sitzecke mit bis zu 40 Teilnehmern)

Eine Geschichte von 20 Jahren Sucht nach Cannabis, Speed, Ecstasy, Kokain und Crystal Meth. Eine Geschichte der Überwindung, der Liebe zum Leben, der Familie. Eine Geschichte von Werten, Stärken und Mut. Marc Zahn ist heute Moderator in Selbsthilfegruppen für junge Süchtige, sowie Vorstandsmitglied des FöSu e.V., welcher das Lotsenprojekt in der JVA Gießen organisiert. .Mit den Jugendlichen will er über den Wunsch nach Zugehörigkeit sprechen, und über Ängste, die jeder hat. Er teilt seine Erfahrung und gibt Tipps, wie man die Grenze zwischen Suche und Sucht selbstsicher balanciert.

9. Genießen lernen (Workshop, bis zu 30 Teilnehmer)

Wie geht genießen? Ein Workshop über etwas, was leicht klingt, aber nicht einfach ist. Über unsere Suche nach Genuss, über unseren Widerstand, ihn sich zu gönnen, über unsere Fähigkeit ihn zu leben. Trainerin: Celia Elsdörfer, Coach und Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Essgestörte

10. Rock deine Dämonen (Vortrag mit Heavy Metal Coach Rainer Biesinger, bis zu 300 Teilnehmer)

Jeder Mensch hat seine ganz persönliche, prägende Sucht, die seinen Blick auf das Wesentliche einschränkt und ihn auf Dauer unterdrückt. Du brauchst Mut, um dich aus deiner, sehr oft fremdbestimmten Lethargie herauszureißen und dein Leben konsequent anzupacken. Egal, ob du nun ein Suchtthema hast, ob du es wahrhaben willst oder auch nicht. Denn für ein besseres Leben ist es nie zu spät.

11. Abenteuer Führung (Workshop, bis zu 40 Teilnehmer)

Wir leben in einer Leistungs- und Mediengesellschaft, in der alle permanent auf sehr verschiedenen Wegen nach Anerkennung streben. Dabei orientieren sich viele an den Erwartungen anderer – weil sie gemocht und erfolgreich sein wollen. Doch echte Führungskraft ist das genaue Gegenteil. Wer andere führen möchte, der muss in erster Linie ganz bei sich sein können. Sich selbst führen können. Und: er muss es aushalten, nicht immer everybodys darling zu sein, denn Führung bedeutet, ich kann es nicht immer allen recht machen. Warum es dennoch viel Spaß macht, Führungskraft zu werden, und wie du deine Kompetenzen entdeckst und ausbaust, zeige ich dir gerne. Trainerin: Susanne Koppenhöhl

12. Resilienz (Workshop)

Der Alltag fordert uns viel ab: jeden Tag sind vielfältige Aufgaben zu meistern, wir müssen mit Druck, Konflikten, Misserfolgen und Niederlagen fertig werden. Um mit unseren Krisen gut umgehen zu können, sollten wir uns selbst akzeptieren, unsere Stärken und Schwächen kennen und für unsere Zukunft einen gesunden Optimismus entwickeln. In diesem Kurzworkshop erarbeiten wir ein Bild von uns „Sowie ich bin, bin ich okay“ und wer oder was kann mich unterstützen, um gut aus der Krise zu kommen.
Coach und Trainerin: Ilona Vogel

13. Wer zuletzt lacht – vom Problemkind zum Erfolgsmensch (Vortrag)

Ob Apple-Erfinder Steve Jobs, Model Jeremy Meeks, Star-Sängerin Beth Ditto oder Schauspieler Benno Fürmann – eins haben sie alle gemeinsam: Als Jugendliche und/oder junge Erwachsene waren sie voller Probleme und eher Außenseiter, einsam, echte Trouble Maker. Doch sie verstanden es, ihr Leid in Chancen zu wandeln und hatten so später viel Erfolg. Auch unserer Vortragsrednerin Sonja Vukovic ging es ähnlich: als Kind war sie dick und Mobbingopfer, als Jugendliche oft traurig und 13 Jahre essgestört. Heute ist sie Bestsellerautorin, glücklich verheiratet, sie hat eine Tochter und gilt als strahlende Sonnenscheinpersönlichkeit, die man häufig zu Talksendungen einlädt. Wie es dazu kam, erzählt sie den Teilnehmern – und erklärt, wie so eine Verwandlung jedem gelingen kann.

Bis zu 500 Menschen können an diesem Tag unsere Veranstaltungen besuchen, 250 vormittags, 250 nachmittags.

*Preis pro Schüler und Erwachsene:

Schüler: 5 Euro für das Vormittags- und 5 Euro für das Nachmittagsprogramm     /  Tageskarte 9 Euro

Erwachsene: 7 Euro für das Vormittags- und 7 Euro für das Nachmittagsprogramm   /  Tageskarte 13 Euro

Oder kontakten Sie uns für eine Ermäßigungen z.B. bei Berlin Pass oder Stundentenausweis oder anderen Gründen: 2 Euro.

*Auswertung: Wir planen Material und Ressourcen ein, um Nachbesprechungen in den Schulen und Organisationen durchführen zu können, die an dem Workshoptag „Starke Jugend – starke Zukunft“ teilgenommen haben. Formulare zur Anfragen für diese Nachbesprechungen erhalten Sie mit dem Anmeldeformular ONLINE.

*Wir planen Kooperation mit Suchthilfe- und anderen Präventionseinrichtungen, die sich an diesem Tag mit einem Stand sehr gerne vorstellen dürfen.

*Format: Es wird ein Vormittags- und ein Nachmittagsprogramm von je 2,5 Stunden geben. Mehr Information finden Sie auf dem Anmeldeformular, das demnächst hier zur Verfügung steht. Aktuell bitte wenden Sie sich via Mail an uns, um das Anmeldeformular anzufordern.  Kontakt

  • Modul 1: 9-12h
  • Modul 2: 13-16h

Teilnehmer können an beiden Modulen teilnehmen, oder nur an einem. Die Anmeldung erfolgt über ein Formular, das Sie via Mail anfragen können

Veranstaltungsort: LaLuz, Oudenarder Straße 16-20, 13347 Berlin.

 

* Presse wird an diesem Tag vertreten sein. Schülerinnen und Schüler, die interviewt/gezeigt werden wollen, brauchen die Einverständniserklärung ihrer Eltern, sofern sie minderjährig sind.