Katrin Zeddies – Borderline & Selbstverletzung

Sie können Katrin Zeddies für folgende Leistungen buchen:

Workshop
Therapie
Persönlicher Vortrag
Lesung

Coaching & Therapie

Beratung, systemisch – integrative Psychotherapie, Coaching

Persönlicher Vortrag

Fortbildungen zum Thema Borderline mit Einblicken in Skillstraining, Erfahrungen mit psychotherapeutischen Verfahren, Erfahrung mit Borderline – Klienten, Möglichkeiten und Grenzen individuell auf Interessensbereiche zugeschnitten

PRÄVENTION & RESILIENZ FÜR JUGENDLICHE

Workshops zum Thema Selbstverletzung gemeinsam Samara Vinzens (22, Studentin der sozialen Arbeit, Expertin aus Erfahrung, deutsch – pakistanisch)

Was ist Selbstverletzung? Was macht es mit Betroffenen? Was macht es mit dem sozialen Umfeld?

Was kann man dagegen tun? Wo gibt es Hilfe? – Aufklärung, Austausch, Enttabuisierung – das sind die Inhalte dieses Workshops

Sucht nach Selbstverletzung
Mit 16 Jahren begann ich den Glauben daran zu verlieren, dass ich meinen 25. Geburtstag erleben werde. Die Such(t)e nach einem anderen ICH war so stark, dass ich mich völlig verlor. Ich konsumierte viele Jahre Drogen, pflegte ungesunde Beziehungen wobei ich liebevolle Menschen mit Vorliebe zum Teufel jagte, ich erbrach mich, aß Tabletten wie Bonbons, trank Unmengen Alkohol, zerschnitt mir die Arme, bestahl meine Familie, brachte mich regelmäßig in gefährliche Situationen und alles hatte nur ein Ziel: Ich wollte mir beweisen, dass ich nichts wert bin.
Das war mir lange nicht klar. Da war nur Wut, Verzweiflung, Leere, Elend. Ich wurde damals oft gefragt, was mein Problem sei. <<Du hast doch alles. Warum bist du so? Du hast keinen Grund! <<, hörte ich von meinen Lehrern, meinen Familienmitgliedern, Klassenkameraden. Ich dachte immer und immer wieder drüber nach und fand keine Antwort darauf, warum ich so war. Scham kam dazu und das Gefühl, völlig verkehrt zu sein.
Hochsensibilität ist hierzulande keine Gabe. Sie stört in einer Kultur, in der Leistung und kognitive über emotionale Intelligenz gestellt werden. Sie ist ein Geschenk und gleichzeitig eine Herausforderung in diesen Zeiten, in dieser Gesellschaft in diesem Leistungssystem.
Was hilft, meine Gefühle regulieren zu lernen, was brauche ich, um zurechtzukommen, ohne meine Gefühle zu unterdrücken? Wie kann ich lernen, mich so zu akzeptieren, wenn ich doch im Grunde chronisch angespannt bin?
Mit all diesen Fragen habe ich mich über 20 Jahre beschäftigt. Ich habe verstanden, dass ich liebenswert bin, dass meine „lauten“ Gefühle liebenswert sind. Ich habe gelernt, mich nicht selbst dafür zu bestrafen, dass ich eine Fähigkeit habe. Ich habe einen Platz in dieser Gesellschaft gefunden, ohne mich zu verstecken. Ich arbeite als Psychologin und systemisch- integrative Therapeutin, gebe seit einigen Jahren Fortbildungen und Workshops zum Thema Hochsensibilität und Emotionsregulationsstörung. Ich schreibe Bücher- das hilft mir, mich zu sortieren.
Als ich verstand, dass ich gerade die ungeliebten Dinge in mir annehmen muss, damit sie sich transformieren, konnte ich meinen Weg aus der Sucht nach Destruktivität finden. Es ist alles andere als leicht, Gefühle und Gedanken anzunehmen, die man nicht haben möchte. Es ist alles andere als leicht, Menschen und Verhaltensmuster zu verabschieden, die nicht (mehr)gut tun.
Diesen Widerspruch lebe ich seit 37 Jahren und jeden Tag lerne ich mehr dazu.
Das kann und möchte ich (mit)teilen und in den Austausch mit allen Parteien gehen, die den destruktiven Lösungsversuchen ihrer Angehörigen, Schüler, Freunde, Partner, Eltern, Mitbewohner, Klienten, Patienten hilflos gegenüberstehen. Von einander mit einander lernen und Mut haben, nicht aufzugeben – das ist meine Vision.

Wenn Sie Interesse haben, Katrin Zeddies als Expertin zu sich einzuladen oder zu Interviewen, kontaktieren Sie die F. Foundation.