Laslo Pribnow | Internet- & Videospielsucht

 

Sie können Laslo Pribnow für folgende Leistungen buchen:

Redner
Tagungen
Podiumsdiskussionen
Interviews

Als ich 2014 an meinem 26. Geburtstag von einem Freund gefragt wurde, was ich eigentlich mit meinem Leben machen würde, wusste ich keine Antwort. Auch mein zweiter Studienversuch konnte nach vier Jahren nur als Katastrophe gelten und meine depressiven Phasen ergaben immer öfter die Frage, ob sich das Leben überhaupt noch lohnt. Von meinem Psychotherapeuten hatte ich den Rat bekommen, mich lieber an eine Suchtberatung zu wenden. Und endlich, nach einigem Widerstand, gab ich nach. Wegen Cannabis- und Alkoholkonsum ging ich in die Fachklinik Fredeburg. Doch dort musste ich erkennen, dass alles, was ich über Suchterkrankungen lernte, sich gar nicht so sehr in meinem Rauschmittelkonsum, sondern hauptsächlich in meinen Umgang mit Computerspielen widerspiegelte.

Da die Mediensucht jedoch nicht als Suchtkrankheit galt, gab es kein Konzept in der Klinik. Unterstützt durch eine Therapeutin gründete ich deshalb innerhalb der Klinik eine Selbsthilfegruppe und tauschte mich intensiv mit Betroffenen und Interessierten aus. Als ich bei einer Bekannten das Thema Mediensucht anschnitt und sich daraus ein Treffen mit ihrer Tochter, welche Rat bezüglich ihrer Klienten in einer betreuten Wohngruppe wünschte, ergab, erkannte ich den großen Redebedarf in diesem neuen Feld.

Während meiner Adaption in Birkenwerder begab ich mich zu Lost in Space, einer niedrigschwelligen Hilfeeinrichtung für Menschen mit Internet- und Mediensucht. Ich festigte gute Kontakte zu den dortigen Suchtberatern und gründete mit einem anderen Betroffenen kurze Zeit später eine Selbsthilfegruppe für Mediensucht in Berlin. 2016 gab ich anlässlich des 10-jährigen Bestehens von Lost in Space erste Interviews und es folgte eine Mitarbeit für das RBB Magazin Aspekte.

Ich erlebe immer wieder, dass auch Institutionen, die sich der Sucht und Suchthilfehilfe verschrieben haben, durch mangelndes Wissen oder durch das Fehlen von Mitteln mit dem Thema Mediensucht überfordert sind und Betroffenen nicht helfen können. Des Weiteren nehme ich großen Wissensdurst bei vielen Menschen wahr, denen ich von meinem Problem mit dem Umgang mit den digitalen Medien erzähle.

„Killerspieler“, „Smombie“, „Serienjunkie“ – diese Begriffe stehen für die Ambivalenz unserer Gesellschaft gegenüber dem digitalen Zeitalter, und für die schwelende Angst vor dem Kontrollverlust. Nur durch einen offenen Dialog – ohne Glorifizierung oder Tabuisierung – kann die Gesellschaft, Medienmacher wie -nutzer, Politik und Wissenschaft, Eltern und Kinder, die Frage beantworten, wie wir die Medien in unser Leben einbinden können, ohne ihnen unser Leben zu übergeben.

Ich hoffe als jemand, der sich fast in digitalen Welt verloren hat, und der jetzt einen konstruktiven Umgang mit eben dieser gelernt hat, anderen Orientierung geben zu können.

Mit meinen Erfahrungen stehe ich Schulen, Unternehmen, Krankenkassen, Eltern und anderen Interessensgruppen sehr gerne zur Verfügung.

Wenn Sie Interesse haben, Laslo Pribnow als Experte zu sich einzuladen oder zu interviewen, kontaktieren Sie die F. Foundation

Laslo Pribnow war internetsüchtig. Er hat seine Krankheit überwunden und ist nun Redner für Online- und Videospielsucht, auch Mediensucht genannt.

Termine

  • 21.09.2016 – Laslo Pribnow im Interview für RBB Klartext zum Thema „Immer mehr Jugendliche internetsüchtig“
  • 03.05.2017 – Fachtagung Mediensucht in Bonn

Sie können Laslo als Redner (Suchtverlauf gaming + später thc + diverse „Experimente) gewinnen. Vor Klassen für  Tagungen ,Podiumsdiskussionen oder Interviews buchen.

„Dank der Flaterate hatte ich 24 Stunden jeden Tag in der Woche Stoff.“ , Laslo bei RBB-Klartext: http://www.ardmediathek.de/tv/KLARTEXT/Immer-mehr-Jugendliche-sind-Internet-S%C3%BCc/rbb-Fernsehen/Video?bcastId=3913652&documentId=37884828